| Bericht zum Verbandstreffen |
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Eine Werbezeitung vom bekannten SpaßSchnapsHersteller titelt in großen Lettern: "F..... statt Fernsehen" - wir kommen natürlich ohne dieses schmutzige F-Wort aus - hier lautete die Devise: "Guggen statt Gottschalk" - denn das Star-Aufgebot in der Stadthalle zu St.Georgen hatte es ebenfalls in sich - und das Verbandstreffen ist ganz sicher nicht die vorletzte Veranstaltung seiner Art - aber damit nun genug Vergleiche zum ZDF und dem Samstagabendprogramm... Viele fleißige Männchen und Weibchen um Mario Ettwein (Orga-Cheffe der Bergstadtfetzer und Regionalleiter des DGV) haben sich gewaltig ins Zeug gelegt für das Verbandstreffen des Deutschen Guggenmusikverbandes. Lohn der vielen Arbeit ist das große Lob aller Beteiligten. Wohl jeder spürte, daß es sowohl familiär gemütlich, aber auch höchst professionell organisiert war. Man hat sich sehr wohlgefühlt. Das war besonders deutlich bei den grün-roten Party-People aus dem Bläch-Forest bei Achern zu bemerken. Mit dem Zug kamen sie angereist und brachten ein ganzes Abteil guter Laune mit. Das haben sie dann gleich geteilt mit Chrom, Nickel, Kupfer - der gleichen Namens lautenden Band. Ein besonderes Wagnis galt es zu meistern: Der Zeitplan. Vier Guggenmusiken in einer Stunde über die Bühne zu bringen - von vielen vorher angezweifelt - aber es hat geklappt, jedenfalls unterm Strich und am Ende ging der Plan auf. Flexibel reagierte Mario gelassen und mit bemerkenswerter äußerlicher Ruhe, selbst als der DJ... Nein, da gehen wir jetzt nicht näher darauf ein, vielleicht später, am Endes des Textes... Die Duddlermusik aus Tuttlingen, die Hättä Lila aus Villingen, die D`Wefzga aus Bietigheim Bissingen und die Gässle-Fätzer aus Spaichingen waren der erste Block an Guggenmusik. Und die Duddler verstanden es gleich das Publikum mal so richtig zu erschrecken. Dem Häs nach war es zwar keine Überraschung, aber nicht jeder war darauf vorbereitet, daß sie mit zünftig-bayrischer Blasmusik starteten, um wenige Takte später in den typischen Guggensound zu wechseln. Mehr und mehr füllt sich die Halle. Die Domguggler aus Speyer und die Gugge-Brass-Band aus Murg, beides Verbandsguggen folgten auf die sehr herzliche Rede des Bürgermeisters, der wegen häuslichem Nachwuchs nur eine Stippvisite einlegte. Das Wichtigste aus den Ansprachen: Was aktive Jugendarbeit bedeutet, das zeigten eindrucksvoll die Teenie-Fetzer - allesamt aktiv bei den Bergstadtfetzer, aber eben auch alleine sehr wohl spielfähig und mit einer Lautstärke - alle Achtung! Man munkelt, da wäre künstlicher Sauerstoff mit im Spiel gewesen - aber mitnichten. Die Teenies stimmten dann zum Monsterkonzert an, dem nach und nach alle anwesenden Guggen folgten und sich spielender Weise in Richtung Bühne begaben. Keine leichte Aufgabe für Tamara (DGV-Verbandsdirigentin), die Meute in Schach und im Takt zu halten. Doch bereits beim zweiten Versuch, gelang der Abriß des ersten Liedes. Das ist so, wie wenn OB Ude in München mit einem Schlag das Faß ansticht - nahezu unmöglich! Sehr farbenprächtig und eben auch sehr laut geht es bei einem Monster zu - da steht einfach nur der Spaß weit im Vordergrund, naja, der Takt sollte passen aber die Melodien, da ist jeder ein Künstler und interpretiert es nach eignem Ermessen. Und im zweiten Anlauf klappte endlich auch der Gesangesauftritt der kleinen Demira - die ganz tapfer die technische Panne ertrug und wie eine Große auf der Bühne stand und das Publikum bezauberte. Tolle Stimme und sehr sympatisch noch dazu. Ganz in Gedanken dachte ich mir: Deutschland hat zwar Lena, aber wir hier im Schwarzwald haben unsere Demira. Und wie ich das so denke, ertönen auch schon die ersten Takte von Satelitte - ein Unterschied zum Original ist kaum zu hören. Meisterhaft – aus der wird noch was! 3 mal JA! - Du bist weiter! Weiter geht es auch im Programm - Schorli Waggis Hohberg, gefolgt von der Tanzgarde aus Harthausen, dann der nächste Paukenschlag: Die Oberwihler Hexegugger - optisch wie musikalisch absolute Spitzenklasse. Gefolgt von der Guggenband schecht hin: 3x Metall und ebenfalls weiter! Chrom-Nickel-Kupfer + Gold für 20 Jahre Treue zum DGV! O-Ton Mario: "Die Urkunde isch vom Verband - des Bier isch vo mir!" Werner Gmeiner und seine Mannen incl. Weibsvolk halten fest zum Verband. Mut gehört dazu, sagte Werner im kleinen Kreis beim Vorstandsempfang und er wird nicht müde, immer wieder die Wichtigkeit des Verbandes zu unterstreichen. Bei Halli-Galli aus Steinen wurde der Grundstein für eine künftige Tradition gelegt. Der neue musikalische Leiter erhielt seinen Ritterschlag mittels Drumsticks durch den 1. Vorsitzender der HGS, der am Abend hier und da auch die Ko-Moderation in seiner Eigenschaft als Präsident des DGV inne hatte. Trotz fortgeschrittener Stunde war der Party-People-Express nicht zu stoppen: die Bläch-Forest-Guggys aus Achern bewiesen auch jenseits der 0,8 Promille-Grenze absolute Musikalität. Nicht minder schwer hatten es unsere Verbandsmitglieder aus Belgern. Das liegt bei Torgau und bedeutet: weiteste Anreise mit Abstand - und dann noch bis Mitternacht warten. Ihr Name ist Programm - Geile Gugge – kraftvoll bewiesen die munteren Sachsen, daß es nicht die unmittelbare Nähe zur Schweiz bedarf, um beste Guggenmusikunterhaltung zu bieten. Höggschde Disziplin und ausgefeilte Choreografie boten die Tanzgarde Jumpin aus Hardt. Die Fast-Meister ihres Faches zeigte einen Einblick in ihr interessantes Bühnenprogramm zum Thema Streetdance. 3x JA! und gleichwohl weiter! Einer macht den Kehraus - und so traf es die Goaschdermusig aus Talheim - die letzte Guggenmusik beim diesjährigen Verbandstreffen. Sagt doch die Reihenfolge rein gar nichts über die Qualität aus. Spaß und Freude soll Guggenmusik machen - und den Beweis haben sie uns allen dazu geliefert. Die Reihen hatten sich schon etwas gelichtet. Schade und Pech für all jene, die diesen besonderen Programmhöhe- und Schlußpunkt zugleich nicht haben live miterleben dürfen. Die Fetzer-Boys! Es gehört schon eine Menge mehr Mut als Sportlichkeit dazu, sich auf der Bühne nur im Neonschlüpfer bekleidet dem johlenden Kreis der Zuschauer zu präsentieren. Gewagt und gewonnen! Und dann taucht SIE wie aus dem Nichts auf - die dralle Venus vom Triberg. Zwei Herzmuscheln bändigen ihrer holde Weiblichkeit, Tüll umschmeichelt ihre Hüften - und eine halbe Hundertschaft starker Männer läßt sie zu den Klängen von Dirty-Dancing über die Bühne schweben. Männerballett XXXL - 3x X, d.h. JA! Weiter! Nun durfte selbst das Tanzbein geschwungen werden. Bis 3:00 Uhr so die Gestattung zur Beschallung mittels Musik-Konserve. Die Musikauswahl soweit so gut - und sei es drum - die Pauke macht bum bum - denn wie es sich für Guggenmusiker gehört, ist nach dem Auftritt vor dem Aufritt - und so gab es noch in den frühen Morgenstunden ein MiniMonsterKonzert der BlächForest-ChromNickelKupfer-Legierung. Superklasse!
Das Verbandstreffen 2011 ist Geschicht - und es hat Geschichte geschrieben! Wir werden uns alle an die fröhlichen, glücklichen, schönen, lustigen, harmonischen und überraschenden Momente dieses Treffens immer wieder gern erinnern.
Danke an Euch Bergstadtfetzer! 3x Danke - auch ihr seid allesamt weiter!
PS: Nee, zum DJ kommt nix mehr!
Unser, wie auch das Gästebuch der Bergstadtfetzer, hat noch jede Menge freie Seiten für Eure Sicht der Dinge
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 08. November 2011 um 22:20 Uhr |



























